Hans-Blumenberg-Gesellschaft

Hans Blumenberg: Neue Zugänge zum Werk – Internationales Symposion, 10.–12. Oktober 2019, Berlin

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Akademie der Künste, 10557 Berlin

In den letzten Jahren hat das Interesse an Hans Blumenberg im In- und Ausland stark zugenommen. Neben die ältere Generation derjenigen, die den 1996 verstorbenen Philosophen noch persönlich gekannt oder gehört haben, ist eine jüngere getreten, die sich sein Werk unter neuen Voraussetzungen aneignet. Zahlreiche Nachlasspublikationen fördern neues Material zutage, verschiedene Übersetzungen und eine steigende Anzahl von Tagungen und Publikationen bezeugen die Ausweitung und Internationalisierung seiner Rezeption. Die kanonischen Fragen, die die Forschung lange bewegt und oft auch gespalten haben – etwa Verhältnis und Gewichtung von Metaphorologie, Phänomenologie, Rhetorik und Anthropologie –, bleiben weiterhin dringlich und ungelöst. Aber sie sind um neue Perspektiven und Zugänge aus verschiedenen Disziplinen bereichert worden.

Die Tagung bringt ältere und neuere Forschung in einen Dialog und lotet neue Perspektiven auf Blumenberg heute aus. Unter dem Oberbegriff Theoriegeschichte wird mit Blumenberg grundsätzlich gefragt, ob man einen so unscharfen Gegenstand wie ‚Theorie‘ historisieren kann und an Blumenberg die Frage gestellt, was an seinem Werk heute noch Neues zu entdecken ist. Mit dem Titel Weltliteratur wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Literatur für Blumenberg nicht nur Quellenmaterial war, sondern auch ein Gegenstand seines Nachdenkens und eine heute zusehends mehr Beachtung findende Dimension seiner eigenen schriftstellerischen Praxis. Die Sektion Lebenswissen knüpft an die starke Bedeutung der Anthropologie vor allem im Spätwerk an, fragt aber auch nach den ethischen und politischen Implikationen von Blumenbergs Ansatz, etwa wie die ‚rationale‘ Affirmation der Technik als notwendiges Instrument menschlicher Selbstbehauptung im Zeitalter des Anthropozäns zu bewerten ist.

Das Symposion findet vom 10. bis 12. Oktober 2019 an der Akademie der Künste (Hanseatenweg) in Berlin statt. Die Panels laufen in zwei parallelen Sektionen ab. Für Fragen und Hinweise wenden Sie sich bitte an bajohr@zfl-berlin.org.

(Bitte beachten: Im untenstehenden Programm können sich bis zum Tagungstermin noch kleinere Änderungen ergeben.)

 

PROGRAMM 

Tag 1: Theoriegeschichte

13:30 Begrüßung
Theoriearchitektur 1 Theorietrieb
14:00 Rüdiger Campe (New Haven):
Implikation. Versuch einer Rekonstruktion von Blumenbergs Verfahren.
Robert Buch (Sydney):
The Trial of Theoretical Curiosity and the Crisis of European Science
14:45 Timothy Attanucci (Mainz):
Chiasmus and the Architecture of Theory: Blumenberg X Valéry
Pini Ifergan (Tel Aviv):
Blumenberg and our Theoretical Drive
15:30 Pause
Theoriearchitektur 2  Geschichtstheorie
16:00 Ralf Konersmann (Kiel):
Kulturwissen – Zur Rationalität des Unbegründeten
Karin Krauthausen (Berlin):
Hans Blumenbergs Geschichtsphilosophie: Die Möglichkeit des Faktischen
16:45 Lukas Held (Toulouse):
Blumenbergs Philosophie des Raumes
Nicola Zambon (Berlin):
Paradigmen zu einer Phänomenologie der Geschichte
17:30 Pause   
Sprachtheorie  Theoriehistorisierung
18:00 Arnd Wedemeyer (Berlin):
Nennfunktion und Metapher: Zur Phänomenologie der Sprache bei Husserl, Landgrebe und Blumenberg
Anselm Haverkamp (New York):
Legitimität als Arbeit am Mythos
18:45 Philipp Stoellger (Heidelberg):
Blumenbergs Sprachdenken.
Zum Verhältnis von Philosophie und Literatur oder: zur Unbegrifflichkeit der Philosophie
Herbert Kopp-Oberstebrink (Berlin):
Die Geburt der Theoriegeschichte aus dem Geiste der Adenauerzeit. Hans Blumenbergs Projekt, seine Genese, seine Probleme 
19:30 Pause
20:00 Film
Hans Blumenberg. Der unsichtbare Philosoph

 

Tag 2: Weltliteratur

Darstellungsweisen Ästhetik 1
09:00 Petra Gehring (Darmstadt):
Blumenberg als Metaphernverwender
Johannes Endres (Riverside):
Blumenbergs paläontologische Weltkunstgeschichte
9:45 Sebastian Lederle (Wien):
Darstellungsaspekt und Anthropologie in Blumenbergs Arbeit am Mythos und Höhlenausgänge
Colin Lang (Berlin):
A Well-Tempered Modernist
10:30 Pause   
11:00 Keynote
Manfred Sommer: Lob des Monologs 
12:00 Lunch   
  Metapher 1 Ästhetik 2
13:00 Wolfgang Hottner (Berlin):
Systematische Kristallisationen? Hans Blumenbergs Erinnerung an Kants symbolisches Verfahren in den Paradigmen zu einer Metaphorologie.
Sarah Pourciau (ZfL):
Blumenberg the Iconoclast
13:45 Felix Heidenreich (Stuttgart):
Politische Metaphorologie
Christine Weder (Genf):
»Genug ist nicht genug!« Zu Blumenbergs Anthropologie, Metaphorologie und Ästhetik des Luxus
14:30 Pause 
15:00 Mitgliederversammlung  
17:00 Pause
Literarische Formen Metapher 2
17:30 Katharina Hertfelder (Berlin):
Formeln als Lektürehilfen – zu Blumenbergs Notationen des Kleinen
Sebastian Feil (Augsburg):

Metaphorologie/Hexiologie

18:15 Eckhardt Köhn (Frankfurt):
Hans Blumenbergs Beobachtungen auf dem Feld des Romans und der Autobiographie
Florian Fuchs (Princeton):
Blumenbergs Dramatis Personae: Rezeption mit/ohne Namen
19:00 Pause
19:30 Abendvortrag
Bettina Blumenberg: Arbeit am Nachlass

 

Tag 3: Lebenswissen

Ethik 1 Technik 1
09:00 Birgit Recki (Hamburg):
„ … was sich von selbst versteht.“ Hans Blumenberg über die Verzichtbarkeit einer philosophischen Ethik und die normative Appetenz seines Denkens
Leif Weatherby (New York):
Blumenberg Among the Machines
9:45 Rüdiger Zill (Potsdam):
Eine Philosophie der Freiheit. Einige ethische Hintergründe des Blumenberg’schen Denkens
Oliver Müller (Freiburg):
Technik und Zeit bei Blumenberg
10:30 Pause
Ethik 2 Politik
11:00 Catherine Toal (Berlin):
Blumenberg’s Ethic
Jean-Claude Monod (Paris):
Von Nutzen und Nachteil des rhetorischen Begriffs des Politischen
11:45 Olivier Feron (Évora):
Is Human Self-Assertion Only Conceivable in the Modern Age?
Jonas Heller (Frankfurt):
»Feind ist präsumtiv jeder, der sich nähert« – Über Blumenbergs Theorie des Extremismus
12:30 Lunch
Technik 2 Rezeption
13:30 Christine Blättler (Kiel):
Theorie am Leitfaden der Technik. Kulturphilosophische Perspektiven nach Blumenberg
Angus Nicholls (London):
Blumenberg and Cassirer on Political Myth
14:15 Florian Arnold (Stuttgart):
Höhlenphantasien. Blumenbergs Lebenswelt
Willem Styfhals (Leuven):
Blumenberg Reads Freud: The Figure of the Absolute Narcissist
15:00 Niklaus Largier (Berkeley):
Blumenbergs „Nominalismus“

 

CfP: Hans Blumenberg: Neue Zugänge zum Werk. Internationales Symposion am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin vom 10.–12. Oktober 2019

In den letzten Jahren hat das Interesse an Hans Blumenberg im In- und Ausland stark zugenommen. Neben die ältere Generation derjenigen, die den 1996 verstorbenen Philosophen noch persönlich gekannt oder gehört haben, ist eine jüngere getreten, die sich sein Werk unter neuen Voraussetzungen aneignet. Zahlreiche Nachlasspublikationen fördern neues Material zutage. Eine steigende Anzahl von Tagungen und Workshops bezeugt die Internationalisierung seiner Rezeption ebenso wie rege Übersetzungstätigkeit in eine Vielzahl von Sprachen. Eine Gesamtausgabe fehlt noch, aber ein derzeit in Arbeit befindliches Handbuch (hg. von Oliver Müller und Rüdiger Zill) besiegelt Blumenbergs Status als moderner Klassiker. Die kanonischen Fragen, die die Forschung lange bewegt und oft auch gespalten haben – etwa Verhältnis und Gewichtung von Metaphorologie, Phänomenologie, Rhetorik und Anthropologie – bleiben weiterhin dringlich und ungelöst. Aber sie sind um neue Perspektiven und Zugänge aus verschiedenen Disziplinen bereichert worden. Ältere und neuere Forschung in einen Dialog zu bringen und neue Perspektiven auf Blumenberg heute auszuloten, ist das Anliegen dieses Symposions, das vom Zentrum für Literatur- und Kulturforschung ausgerichtet wird.

Blumenberg gehört in eine Reihe Intellektueller, die das Profil des ZfL bis heute prägen. Dazu zählten in der Vergangenheit insbesondere Aby Warburg, Walter Benjamin, Gershom Scholem, Jacob und Susan Taubes und Hannah Arendt. Mit dem Blumenberg-Symposion über „Neue Zugänge zum Werk“ möchte das ZfL diese Tradition fortsetzen, erneuern und, seinem Verständnis als Impulsgeber entsprechend, ein Forum für die international, über Generationen und disziplinäre Fragestellungen hinweg zu vernetzende Erforschung dieses Autors sein. Die drei seit 2015 etablierten Forschungsschwerpunkte des ZfL lassen sich für dieses Anliegen fruchtbar machen und wurden daher als Organisationsprinzip der Vorträge gewählt. Die drei Sektionstitel Theoriegeschichte, Weltliteratur und Lebenswissen sind dabei heuristisch als mögliche Zugänge zu Blumenbergs Werk zu verstehen.

Unter dem Oberbegriff Theoriegeschichte lässt sich mit Blumenberg grundsätzlich fragen, ob man einen so unscharfen Gegenstand wie ‚Theorie‘ isolieren und historisieren kann. Am Autor einer „Urgeschichte der Theorie“ ist das spannungsreiche Widerspiel von Philosophie, Geschichte und Theorie zu erproben. Welchen Traditionslinien ist Blumenberg zuzuordnen, welche hat er initiiert? Lässt sich Blumenberg, der sich zur eigenen Zeitgeschichte (etwa 1968) eher zurückhaltend und sparsam geäußert hat, auf Auseinandersetzungen der Gegenwart beziehen? Gib es in Zeiten von Migration und Digitalisierung noch Neues zu entdecken beim alteuropäischen Gelehrten? Gibt es eine Ästhetik Blumenbergs? Eine Sprachtheorie? Wohin deutet die gegenwärtige Rezeption des streitbaren Theoretikers der Selbstbehauptung der Moderne und des Fortlebens des Mythos?

Mit der Sektion Weltliteratur wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Literatur für Blumenberg nicht nur Quellenmaterial war, sondern auch ein Gegenstand seines Nachdenkens und eine heute zusehends mehr Beachtung findende Dimension seiner eigenen schriftstellerischen Praxis. Wie verhalten sich die unterschiedlichen Formate zu einander: „Problemkrimis“ (O. Marquard) wie die Genesis der kopernikanischen Welt etwa und die Miniaturen der Begriffe in Geschichten? Wie hängen die welterschließenden Potentiale, die Blumenberg literarischen Gattungen wie Roman und Anekdote zugesprochen hat, mit seiner Kritik an der Säkularisierungsthese und seiner modernitätstheoretischen Diagnose zusammen, dass es nicht mehr nur eine, sondern viele Welten gibt?

Lebenswissen knüpft an die starke Bedeutung der Anthropologie vor allem im Spätwerk an, schließt jedoch weitergehende Fragen ein: Bietet die Leistung der Metapher als „Modell in pragmatischer Funktion“ nicht nur theoretische, sondern auch ethische Orientierung? Ist bei Blumenberg, der Glück aus der Philosophie ausschließen wollte, gleichwohl eine (Proto-)Ethik zu entdecken? Fällt der Prozess der Technisierung mit dem Projekt der Moderne zusammen, und wie ist dieser Prozess zu interpretieren? Wie ist Blumenbergs ‚rationale‘ Affirmation der Technik als notwendiges Instrument menschlicher Selbstbehauptung im Zeitalter des Anthropozäns zu bewerten?

Im vergangenen Jahr wurde in Berlin die internationale Hans Blumenberg-Gesellschaft e.V. gegründet, die ihre erste Mitgliederversammlung im Rahmen des Symposions abhalten wird. Auch das Kuratorium der Blumenberg-Gesellschaft wird sich bei dieser Gelegenheit versammeln. Die Mitgliedschaft kann hier beantragt werden. Wir freuen uns sehr, dass Bettina Blumenberg, die dem Vorstand der Gesellschaft angehört, anwesend sein wird. Und wir freuen uns überdies, dass Manfred Sommer sich bereit erklärt hat, den Eröffnungsvortrag zu halten.

Vorgesehen sind Vorträge und Referate von nicht mehr als 30 Minuten Länge. Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge mit Titel, kurzem Abstract und Angabe der bevorzugten Sektion, um die wir bis zum 1.12.2018 an sekretariat@zfl-berlin.org bitten. Wir melden uns bis zum 7.1.2019 zurück.

Eva Geulen, Daniel Weidner und Hannes Bajohr

(English version)

Filmstart: Hans Blumenberg. Der unsichtbare Philosoph (22.11.2018)

Hans Blumenberg
 
Ein Film von Christoph Rüter
 
Deutschland 2018 – 102 min – DF
 
Kinostart: 22.11.2018

 

Hans Blumenberg war und ist einer der einflussreichsten deutschen Philosophen der Nachkriegszeit. Sein Thema ist der Mensch, der über die Jahrhunderte hinweg um seine Selbstbehauptung gegen den Absolutismus der Wirklichkeit kämpft. Das Instrument dafür ist sein Denken, das er als Nachdenklichkeit versteht, das innehält und sich seiner selbst bewusst wird, Umwege zulässt, Distanz zum Übermächtigen schafft. Diesen Vorgang nennt Blumenberg das „Abenteuer des Denkens“.

Drei Spurensucher reisen in Christoph Rüters Film in einem Bus quer durch Deutschland, um sich von dem Philosophen Hans Blumenberg ein Bild zu machen. Sie sprechen mit Menschen, die ihn gekannt haben, diskutieren seine Gedanken. Ausgangspunkt ist Blumenbergs Heimatstadt Lübeck, von hier folgen die Drei dem langen Weg seines Lebens und Denkens. Er führt sie über Münster, Heidelberg, Marbach, Stuttgart, München bis nach Zürich. An all diesen Orten kommen Zeugen zu Wort, die Blumenberg noch gekannt haben, die von seinem Charakter und seiner unglaublichen Präsenz berichten.

Mit Burkhard Lütke Schwienhorst, Klaus Schölzel, Dr. Rüdiger Zill


Mehr Infos, Spieltermine und Material zum Film unter:
http://www.realfictionfilme.de/filme/hans-blumenberg/index.php?id=131

Trailer unter:
https://youtu.be/Av2hDc2QoTY

Leistungsbeschreibung. Literarische Strategien bei Hans Blumenberg (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, 14-16. Juni 2018)

In den Forschungen zum umfangreichen Werk Hans Blumenbergs wird in der Regel seine enge Zugehörigkeit zur Phänomenologie übersehen. Aus dieser Zugehörigkeit folgen jedoch zwei zentrale Aspekte des Werkes: Es thematisiert kulturelle Leistungen, insbesondere solche eines anthropologisch ‚geerdeten‘ Bewusstseins, und es wählt dafür das Verfahren, um nicht zu sagen: die Methode, der Beschreibung. Während die Frage nach kulturellen Leistungen mit Bezug auf Debatten über das Anthropozän an aktueller Resonanz gewinnt, lässt sich der Beschreibungsimperativ mit rezenten kulturwissenschaftlichen Diskussionen zur Praxeologie in Verbindung bringen. Der Zusammenhang von Gegenstand (Leistungen) und Methode (Beschreibung) wird bei Blumenberg weitgehend als fraglos und gleichsam naturgegeben gedacht – er bleibt als solcher unthematisch. Für einen Phänomenologen, der Selbstverständlichkeiten nicht hinzunehmen, sondern aufzuklären hat, ist das nachgerade skandalös – für einen Wissenschaftler außerhalb der Phänomenologie ist Beschreibung – vor allem im Bereich der Unbegrifflichkeit – indiskutabel, weil ‚bloße Literatur‘.

Hier setzt die Tagung an. Sie fragt nach dem Zusammenhang von kulturellen Leistungen und ihrer Beschreibung in Blumenbergs Werk. Insbesondere will sie wissen, wie genau – bis in die rhetorisch-stilistische Faktur hinein – sich die Schreibverfahren dieses Autors den jeweiligen Gegenständen seiner Texte ‚anschmiegen‘, welche Formen von Literarisierung sich dabei – entgegen einer weit verbreiteten philosophischen Nüchternheitsmaxime – beobachten lassen, inwiefern sich die Vielfalt der von Blumenberg eingesetzten Textsorten (Aufsatz, Abhandlung, Lexikonartikel, Essay, Anekdote, Fabel, etc.) als Ausdifferenzierung des ausgesprochen proteischen Sprechaktes ‚Beschreibung‘ verstehen lässt (und inwiefern auch gerade nicht!) und welche (z.B. darstellungstechnische, wirkungsästhetische oder marktstrategische) Motivationen sich hinter der Literarisierung des Beschreibens verbergen.

Organisiert von: Prof. Dr. Ulrich Breuer (ulrich.breuer@uni-mainz.de) bzw. Dr. Timothy Attanucci (tattanuc@uni-mainz.de)

 

Hans Blumenberg and the Theory of Political Myth (Queen Mary, University of London, 17. März 2018)

In recent years, the phenomenon of political myth has attracted increasing scholarly attention. In its wake, the concept of political myth has begun to establish itself as a relevant concept of political theory. The increasing interest in political myth seems to be related to the rapidly changing landscape of contemporary politics. Especially in the context of political rhetoric, identity politics and collective action, the theory of political myth has often proved to be a vital source of fresh and illuminating insights.

 

see: https://modernlanguages.sas.ac.uk/events/event/15000